Anmelden
neu hier?

Artikel

Wählen Sie eine Rubrik deren Objekte Sie ansehen möchten




Neues von den Tollkühns: "Unser Bautagebuch..."


Familie Tollkühn aus Marl baut in den Loe-Auen ein Haus. Vestimmo begleitet sie dabei. Hier schreiben die Tollkühns selbst über den Bauprozess - ihre eigenen Gefühle beim Bau, konkrete Fakten zum Haus und Tipps, die sie jetzt als Bauherren weitergeben können.

von vestimmo am 04.04.2011



Samstag, 05.02.2011 – Sonntag, 03.04.2011
Aufgrund der Insolvenz unseres Bauträgers heißt es nun: alles selbst in die Hand nehmen. Angebote einholen, vergleichen, mit den Firmen treffen, Termine koordinieren und zwischendurch noch Dinge organisieren, die wir bis dato nicht wussten und durch den Bau mit dem Bauträger eigentlich auch nicht brauchten. Aus diesem Grund haben wir leider auch das Bautagebuch vernachlässigt, aber das soll sich jetzt wieder ändern. In unserer Bauphase erleben wir wieder Aufwind, es geht vorwärts.

Den Februar haben wir eigentlich fast nur damit verbracht, alle Angebote der Handwerker einzuholen und zu prüfen. Mit vielen Handwerkern trafen wir uns zuvor direkt am Bau, damit eine Ist-Situation aufgenommen werden konnte, um ein möglichst genaues Angebot erhalten zu können. Nachdem wir die Angebote der meisten Gewerke vorliegen hatten, hieß es erst einmal rechnen, rechnen und nochmal rechnen. Unser ganzes Finanzierungskonzept hatten wir auf das Bauträgerprinzip ausgerichtet. Jetzt kam ja alles anders… Wie alle anderen Betroffenen auch, haben wir unsere Verluste durchgerechnet und geprüft, was wir doppelt und/oder mehr zahlen müssen.
Nachdem im Februar 2011 am Bau nicht allzu viel passiert ist, starteten wir voll neuer Hoffnung in den März, denn so langsam aber sicher ging es wieder weiter. Die Handwerksfirmen waren beauftragt. Mitunter war es kniffelig die Termine zu koordinieren, da wir die Abfolge der Tätigkeiten im Hausbau gar nicht kannten. Gott sei Dank standen uns die Handwerksfirmen als auch der noch zur Verfügung stehende Bauleiter mit Rat und Tat zur Seite und erklärten uns, welche Reihenfolge wir einhalten müssen. In dieser Zeit haben wir viel gelernt und kennen uns jetzt ein wenig besser im Baugeschehen aus.
Ende Februar ging es also erst einmal damit los, dass wir die Leitungen für die Sanitärinstallationen auf die Wände und Böden gelegt bekamen, ebenso die Heizungsauslasse und Heizungsrohre montiert und gelegt wurden.

Anfang März wurden dann unsere Fenster eingeschäumt, denn bis dato konnte man durch die offenen Schlitze rund um die Fenster noch deutlich nach draußen schauen. Ebenso wurden die Abmauerungen an den Toiletten errichtet, damit wenige Zeit später der Innenputz an die Wand gebracht werden konnte.
Fast parallel dazu haben wir uns um die Hausanschlüsse gekümmert. Zwar waren die durch den Bauträger bereits beantragt, doch war durch die Insolvenz eine komplette Neubeauftragung durch die Bauherren notwendig. Bis wir diese Information hatten, haben wir viele viele Telefonnummern gewählt und einige Zeit und Nerven gelassen. Als wir dann aber alle Anträge und Formulare zu Hause hatten, ging alles recht schnell. Innerhalb von einigen Tagen hatten wir einen Vor-Ort-Termin mit den Anbietern und dem zuständigen Tiefbauunternehmen vereinbart, so dass direkt an der Baustelle geprüft werden konnte, wo die Anschlüsse gelegt werden. Nachdem das Gerüst verändert werden musste und wir noch etwas mit der Baustelle gegenüber abgesprochen haben – der Kran sollte nämlich fast auf der Stelle aufgebaut werden, an der die Kabeltrasse liegen sollte – konnte es dann losgehen.
In der Woche darauf wurde auch schon fleißig die Straße aufgebaggert und innerhalb weniger Tage die Gas-, Strom-, Wasser-, und Telefonkabelanschlüsse in unseren Keller gebohrt. ENDLICH – unser Haus ist jetzt an die Versorgung angeschlossen. Für uns ein riesiger Schritt in Richtung Einzug, auch wenn noch etliche Wochen ins Land gehen werden.
Währenddessen wurden auch die Restarbeiten an den Ortganguntersichten durchgeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht einmal was das ist. „Dank“ der Insolvenz sind wir nun schlauer. Die sichtbare Verlattung unterhalb des Daches ist damit gemeint. Die Giebelwände waren noch offen und ohne die Ortganguntersichten kann mit der Außenfassade nicht angefangen werden.
Nachdem der Innenputz an der Wand war, kam direkt auch schon der Elektriker zu uns und befreite die Steckdosen. Total super ist, dass unser Elektriker, der auf einigen Baustellen in den Loe-Auen arbeitet, immer ein offenes Auge für fertige Gewerke an den Häusern hat und direkt „unaufgefordert“ zwischendurch an die Baustellen kommt und weitere notwendige Arbeiten durchführt. Das ist für uns eine enorme Erleichterung, denn gerade der Elektriker und der Sanitärinstallateur können nur schrittweise arbeiten. Zwischendurch muss immer wieder ein anderes Handwerk erledigt werden, bevor sie mit ihrer Arbeit weitermachen können.

Parallel mit der Montage der Hausanschlüsse fing dann auch unser Trockenbauer mit den Arbeiten an, beginnend mit der Dachdämmung von innen und der Verlattung. Wahnsinn, wie gering der Geräuschpegel jetzt in den Zimmern nur noch ist. Der Vorher-Nachher-Effekt ist verblüffend. Alles total ruhig, so wie man es eigentlich von zu Hause kennt. Weiter ging es dann mit den Rigipsplatten, die an die gedämmten Dachschrägen montiert wurden. Anschließend wurden auch die Drempel verkleidet. So langsam nehmen die Zimmer die Gestalt eines noch zu renovierenden Raums an, der Eindruck eines Rohbaus schwindet immer mehr.
Nachdem der Trockenbau erledigt ist, zieht jetzt unsere Fußbodenheizung ein. Im kompletten Erdgeschoss soll diese liegen, im Bad entschieden wir uns für eine Fußbodenerwärmung. Letztere ist eigentlich ein Rücklauf der Heizung im Bad und nicht an das Fußbodenheizungssystem im Erdgeschoss angeschlossen. Innerhalb weniger Tage wurde nun der Boden gedämmt und die Schläuche für die Fußbodenheizung in Schlingen gelegt. Jetzt heißt es nur noch vorsichtig das Haus betreten und zwischen die Schläuche treten, damit sie nicht kaputt gehen. Aber schon am Montag darauf wird der Estrich gegossen. Wir haben uns für den Estrich mit Schnelltrocknungszusatz entschieden, dieser ist bereits nach 12 Stunden begehbar und wenn die Luftfeuchtigkeit im Haus und beim Wetter mitspielt, auch innerhalb von 3 Wochen bearbeitbar.
Zwischendurch klappt nicht alles so am Schnürchen wie gewünscht. Durch verschiedene Handwerker wurden wir zum Glück auf Dinge aufmerksam gemacht, die noch schnell genug behoben werden konnten, bevor unter Umständen die ganze Terminkoordination zusammen bricht, weil nicht weitergearbeitet werden kann. So wurden wir schnell zu „trouble-shootern“ und telefonierten wild mit allen möglichen Handwerkern. Hier mal einen herzlichen Dank an den Rohbauer, der uns bisher immer schnell unter die Arme griff: eine zu große Haustüröffnung, die mit dem Einbau eines Sturzes verkleinert werden konnte, war nur eine von den „Kleinigkeiten“. Auch die Kellerlichtschächte müssen wieder ausgegraben werden, da die benötigten Aufsätze für eine Außendämmung von 12 cm vorgesehen sind. Seit dem 01.01.2011 besagt eine Verordnung, dass die Dämmung 14 cm betragen muss. Entsprechend müssen die Kellerlichtschächte verändert werden. Alles Kosten, die vorher nicht vorgesehen waren und so läppert es sich eben… Aber wir sind froh um die Hilfsbereitschaft der Handwerker und freuen uns immer mehr auf ein Haus, welches immer mehr eine „fertige Gestalt“ annimmt. ;-)

Freitag, 04.02.2011
Heute wurde uns das Ausmaß der Neumann-Insolvenz erläutert und Lösungen für das weitere Vorgehen vorgeschlagen. Allen Bauherren ist es natürlich wichtig, einigermaßen termingerecht in den Neubau einzuziehen. Unser Glück ist es, dass Herr Wübbe als Prokurist für die Firma Neumann Wohnbau GmbH eingetragen ist. Dieser Situation verdanken wir es, dass es nun doch mit dem Hausbau weitergeht, die Bauwerkverträge gelöst werden können und wir mit den Handwerkern direkt Verträge abschließen können. In puncto Gewährleistung haben wir dann zumindest den Vorteil, dass sie existiert. Alles was bis jetzt nämlich schon steht, besitzt keine Gewährleistung mehr.
Gott sei Dank stehen uns weiterhin der Bauleiter sowie der Architekt zur Verfügung, was uns eine sehr große Hilfe ist. Wir sind optimistisch, dass unser Zeitverzug vielleicht doch nicht so groß sein wird, bis wir in das Haus ziehen können, auch wenn jetzt alles anders gekommen ist als geplant. Gleiches gilt für zusätzliche Kosten aufgrund der Insolvenz. Solange wir mit einem blauen Auge davon kommen, können wir in ein paar Jahren vielleicht darüber lachen. Trotzdem hätten wir auf so etwas gern verzichten können, aber so geht es ja leider nicht nur den Bauherren, sondern auch den Mitarbeitern der Neumann Wohnbau sowie sämtlichen Handwerkern, die in den Loe-Auen tätig sind.

Freitag, 28.01.2011
Der Alptraum eines jeden Bauherren hat uns nun eingeholt, unser Bauträger steht kurz vor der Insolvenz und so wie alle Bauherren im Baugebiet haben wir das aus der Tageszeitung erfahren müssen. Der Schock sitzt natürlich total in den Knochen, hundert Fragen, wie es nun weitergeht und ob und wann wir in das Haus einziehen können. Eine „Krisensitzung“ ist für die nächste Woche anberaumt. Was alles in unseren Köpfen vorgeht, würde im Bautagebuch Seiten füllen… Wir warten die Krisensitzung ab und hoffen auf das Beste!

Ab Montag, 17.01.2011
Die Rohinstallation der Elektrik ist nun erst mal fertig und direkt im Anschluss werden schon Fallrohre vom Sanitärinstallateur gelegt. Die Schächte dafür waren bereits im Rohbau von vorn herein vorgesehen. Einen Tag später trafen wir uns mit dem Installateur, der uns genau aufzeichnete, an welcher Stelle Waschbecken, Toilette, Dusche etc. stehen werden. So konnten wir uns räumlich vorstellen, wie viel Platz etwas einnimmt und haben dank der guten Ideen des Mitarbeiters noch eins, zwei Dinge optimieren können. So zum Beispiel haben wir die Toilette im Badezimmer in die Ecke verschoben, damit man mehr Platz um das Waschbecken herum hat.

Ab Montag, 03.01.2011
Wider Erwarten ging es heute schon mit den Elektroarbeiten weiter. Wir dachten, dass bis einschließlich Ende der Woche alle Handwerksfirmen Betriebsferien hätten. So wurden aber bereits schon fleißig Kabel verlegt und alles für die Decken- und Wandauslässe vorbereitet. Die ganze Woche über wurde an der Rohinstallation gearbeitet.

Baustopp
Die Wetterlage ist schuld: Im Kreis ruht die Tätigkeit auf sämtlichen Baustellen - auch auf der der Tollkühns. Sobald das Wetter es zulässt, gibt es an dieser Stelle wieder Neues.

Mittwoch, 22.12.2010
Die Löcher und Schlitze für die Schalter und Stromkabel kann man in fast jedem Raum bereits sehen. Jetzt können wir uns richtig gut vorstellen, wo man demnächst das Licht anknipst oder die Jalousien herunter lässt… Da nun aber die Weihnachtsfeiertage vor der Tür stehen und alle Firmen im Baugebiet Betriebsferien über den Jahreswechsel haben, wird in den nächsten zwei Wochen auf unserer Baustelle nicht viel passieren.
Auch wenn wir es kaum erwarten können, dass die Arbeiten in unserem Haus weitergehen, gönnen wir natürlich jedem seinen wohlverdienten Urlaub. Deshalb wünschen wir allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011! :)

Mittwoch, 15.12.2010
Den Rundgang durch unser Haus haben wir sehr genossen. Vom Keller bis zum 1. Obergeschoss haben wir uns jeden einzelnen Raum angesehen. Anfangs wirkte auf der reinen Bodenplatte noch alles sehr winzig, jetzt sieht man schöne, helle und große Räume. In den Köpfen haben unsere Möbel schon Platz gefunden und durch die gebohrten Löcher für die Lichtschalter und Dosen kann man sich schon genau vorstellen, wie z. B. die Küche aussieht oder wo welche Schränke hängen werden. Alles nimmt immer mehr Gestalt an…

Dienstag, 07.12.2010
Seit heute ist unser Haus komplett mit Fenstern versehen. So langsam, aber sicher, sieht es wie ein „richtiges“ Haus aus. Kaum zu glauben, dass vor wenigen Monaten noch rein gar nichts auf diesem Grundstück stand. Mittlerweile sind dort unsere eigenen vier Wände…
Der Elektriker ist ebenfalls schon im Haus tätig und bereitet alles für das Kabelverlegen vor. Ab jetzt ist das ja auch möglich, da durch die Fenster und die Baustellentür niemand unbefugt in das Haus gehen und die Kabel klauen kann. Wir sind gespannt, was noch in diesem Jahr alles an unserem Haus erledigt werden kann, bevor die eine oder andere Firma in den Weihnachtsurlaub geht.

Montag, 06.12.2010
Leider hat uns in der letzten Woche der Frost einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei den bis zu neun Minusgraden konnte die Treppe nicht eingebaut werden. Aber pünktlich zum Nikolaus ging alles wieder weiter: Die Innentreppe mit den Baustellenstufen wurde vormittags montiert und ein Teil der Fenster wurde nachmittags ebenfalls schon eingebaut. Ab heute befindet sich im Eingangsbereich auch eine Baustellentür, so dass niemand mehr ohne Schlüssel in unser Haus kann.

Freitag, 26.11.2010
Heute waren wir zwei Stunden mit dem Elektrofachmann im Haus und sind alle Steckdosen, Lichtschalter und Netzwerkdosen durchgegangen. Die Kälte tat ihr Übriges, so dass man total durchgefroren war…  Kurzfristig erhalten wir nun ein Angebot und sind schon sehr gespannt, welchen Aufpreis wir einrechnen müssen. Wahrscheinlich wird das bei unseren Ansprüchen nicht wenig. ;-)) Währenddessen konnten wir aber zusehen, wie die Dachdecker begannen, die Ziegel zu verlegen. Das hat uns gefreut.
In der kommenden Woche wird die Innentreppe montiert und die Fenster werden bereits Ende der Woche geliefert, so dass sie Anfang der darauffolgenden Woche eingebaut werden. Dann ist unser Rohbau zu. Das ist die „halbe Miete“. :)

Freitag, 19.11.2010
Als wir heute an der Baustelle waren, sahen wir, dass bereits die Dachplane verlegt war. Jetzt regnet es also wirklich nicht mehr in unser Haus – und hoffentlich erst recht nie wieder, wenn alles fertig ist. ;-) Aber dafür sorgen die zuverlässigen Dachdecker mit ganz großer Sicherheit. ;-))) Die nächsten Schritte sind bereits absehbar: Treppe, Dachziegel, Fenster… Und am Freitag treffen wir uns mit dem Elektrofachmann. Wenn wir richtig gut vorbereitet sind und bereits wissen, was wir wo haben möchten, dauert der Termin ca. eine Stunde. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier aber auch locker 3 Stunden benötigt. Wir sind gespannt, wie es bei uns so wird.

Außerdem haben wir heute noch zwei unserer Nachbarn zum Richtfest gratuliert. Ein Richtfest folgt dem nächsten, vor dem Winter möchte natürlich jeder den Rohbau fertig haben und sich nur noch um die Innenarbeiten kümmern müssen… Die Maurer und Zimmerleute haben jetzt extrem gut zu tun. ;-)

Dienstag, 16.11.2010
Schon bald ist unser Haus zu und somit frostsicher… In ca. zwei Wochen werden die Fenster geliefert und spätestens in der nächsten Woche wird die Plane für das Dach verlegt. Wir freuen uns total, dass es jetzt bereits so schnell weitergeht. Für uns heißt das jetzt, dass wir den Elektrofachmann anrufen und einen Termin vereinbaren, sodass wir gemeinsam durch die Räume gehen und die Anzahl und Positionen der Steckdosen und Schalter besprechen können.
Des Weiteren wird vermutlich in der nächsten Woche unsere Treppe geliefert, allerdings erst mal nur mit den Baustellenstufen. Die „richtigen“ werden erst nach dem Einzug montiert, damit sie während der Bauarbeiten nicht zu sehr beschädigt werden.

Samstag, 13.11.2010
Gestern war unser Richtfest und wir möchten auch nochmal auf diesem Wege herzlichen Dank an alle sagen - schön, dass ihr da wart. Danke auch an die netten Zimmermänner, bei denen wir jeder nur zwei Korn trinken brauchten, obwohl wir deutlich öfter neben den Nagel gehauen haben. ;-) Da nun bald die Elektronik im Haus verlegt werden kann, geht es heute zum Küchenfachmann, der unsere Küche so plant, dass sie gut in den neuen Raum passt. Da unsere Küchenmöbel erst ein Jahr alt sind, wollen wir diese auf jeden Fall mit in das neue Haus nehmen und dementsprechend ändern lassen. Mit dem dazugehörigen Elektroplan, den wir dann vom Küchenhaus erhalten (wo muss welche Steckdose hin), können wir dann dem Elektriker die genauen Maße zeigen.

Freitag, 12.11.2010
Heute ist Richtfest. Am Nachmittag werden wir mit dem Zimmermann auf das Dach steigen und einen Nagel in den Dachstuhl schlagen. Darauf angestoßen wird traditionellerweise mit Korn. Den Baum, der auf dem Dachstuhl aufgestellt wird, können wir dann von dort oben aus ganz nah anschauen… Wir freuen uns, dass der Rohbau jetzt fertig ist und es schon bald mit den Innenarbeiten losgehen kann, sobald die Fenster eingebaut wurden. Die Dachplane wird ebenfalls bereits in der nächsten Zeit verlegt. Dann regnet es endlich nicht mehr herein in unserem neuen Haus. So soll es sein.

Mittwoch, 10.11.2010
Die halbe Etage des ersten Obergeschosses ist jetzt fertig gemauert. Das ist die Voraussetzung, um den Dachstuhl bauen zu können, damit wir diesen Freitag unser Richtfest ausrichten können. Jawohl, jetzt ist es soweit, der Rohbau ist Ende der Woche definitiv fertig. Das feiern wir natürlich mit Freunden, Familie und künftigen Nachbarn. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und es nicht allzu stürmisch wird – wenn überhaupt, dann nur beim Feiern. ;-)

Freitag, 05.11.2010
Ab jetzt werden wir im Erdgeschoss nicht mehr nass – die Decke ist nun fertig gegossen. Jetzt fehlt nur noch eine halbe Etage des Obergeschosses und damit ist die Arbeit der Rohbauer dann fast beendet. Anschließend richten die Zimmermänner den Dachstuhl, in den wir dann bald auch einen Nagel schlagen dürfen. ;-) Das Richtfest naht…

Mittwoch, 03.11.2010
Nun ist das Erdgeschoss komplett: die Wände sind fertig, die Decke wird morgen gegossen. Die Stützbalken sind schon alle vorbereitet, damit nur noch die Filigrandecke aufgelegt werden braucht und mit dem Gießen begonnen werden kann. Wenn alles gut läuft, können wir noch im November Richtfest feiern.

Donnerstag, 28.10.2010
Innerhalb eines Tages stehen fast die gesamten Wände im Erdgeschoss. Ein kleiner Teil fehlt nur noch und laut Herrn Neumann soll wahrscheinlich nächsten Donnerstag die Decke zum ersten Obergeschoss gegossen beziehungsweise gebaut werden. Mit Riesenschritten schreitet der Bau voran. Die Fenster sind ebenfalls schon bestellt, allerdings steht leider noch kein genauer Liefertermin fest. Vor Weihnachten sollen sie aber eingebaut sein – das klingt gut!!!

Mittwoch, 27.10.2010
Heute wurde die zweite Steinreihe gelegt. Die ersten beiden Reihen bestehen aus kleinen Steinen, auf denen dann die großen Kalksandsteine gesetzt werden. Wahrscheinlich geht es morgen damit los, denn alle Steine stehen jetzt soweit am Straßenrand.

Freitag, 22.10.2010
Seit heute wurde zum Teil die erste Steinreihe für die Innenwände des Erdgeschosses verlegt. Nun kann man auch hier schon die einzelnen Raumaufteilungen sehen – immer mehr nimmt unser Haus Gestalt an. Die Räume wirken jetzt schon gar nicht mehr so klein, wie vor einiger Zeit, als nur die reine Bodenplatte lag. Die Kalksandsteine für die Innenwände liegen bereits am Straßenrand, wir denken, dass es diese Woche wohl fertig wird und dann bald schon die nächste Decke gebaut wird.

Donnerstag, 21.10.2010
Die Dachziegel auszusuchen, ging um einiges schneller, als die Fliesen oder der Sanitärbedarf. ;-) Das hatten wir mit einem Anruf erledigt, da man sich die Standard-Dachpfannen bereits in den Ausstellungsräumen der Firma Neumann ansehen kann. Im Standard hat man die Wahl zwischen roten, braunen und anthrazitfarbenen Dachziegeln. Wir haben uns für die letztere Farbe entschieden und welche, die nicht hochglänzend sind. Der Unterschied zwischen den glänzenden und den matten Dachpfannen ist ein rein optischer. Die glänzenden Dachziegel wurden anders gebrannt als die „normalen“ und sind entsprechend teurer.

Jetzt erhalten wir noch ein Angebot, da wir zum Beispiel eine besondere Schindel für die Montage der Satellitenschüssel brauchen. Im Neubaugebiet gibt es keine Anschlüsse für Kabelfernsehen, hier muss man auf die Schüssel ausweichen oder wahlweise DVB-T.

Mittwoch, 20.10.2010
Heute werden die Anschlüsse der Abwasserrohre an die Kanalisation verlegt. Viele, viele orangenfarbene Rohre liegen auf unserem Grundstück und dort, wo sie einmal mit dem Haus verbunden werden sollen, sieht man zur Zeit noch die Löcher knapp unterhalb des Erdgeschosses. Den Anschluss an die Hauptkanalisation kann man dann durch die beiden Gullies vor der Haustür erkennen. Diese müsste eigentlich jeder in unmittelbarer Nähe seines Hauses sehen (zumindest in den Loe-Auen).
Da die Abwasserrohre des Hauses einiges höher als der Kellerboden liegen, haben wir uns bereits bei der Planung dazu entschlossen, die Waschmaschine in das EG in den Hauswirtschaftsraum zu stellen. Hätten wir sie in den Keller stellen wollen, hätten wir noch eine zusätzliche Pumpe benötigt, die der Maschine hilft, das Wasser eine Etage hoch zu pumpen. Die handelsüblichen Waschmaschinen schaffen das zwar auch, allerdings nur mit so einem hohen Verschleiß, dass theoretisch alle paar Jahre eine Neue angeschafft werden muss.

Montag, 18.10.2010
Unser Bauträger Herr Neumann rief uns heute an und berichtete, dass die Außenseiten unseres Kellers aktuell wieder zugeschüttet werden. Mit dem vorübergehend auf einem anderen Grundstück gelagerten Mutterboden wurde unser Grundstück jetzt also wieder aufgefüllt.
Des Weiteren werden in Kürze unsere Fenster bestellt, um die Wartezeit nach der Fertigstellung des Rohbaus möglichst kurz zu halten. Da wir unsere Außenfassade verputzen werden, ist das Bestellen der Fenster gemäß Bauplan möglich. Hätten wir uns für eine Klinkerfassade entschieden, wäre das leider nicht möglich gewesen, da nach der Verklinkerung erst die Aufmaße der Fenster genommen und anschließend bestellt werden können. Das ist auch oft der Grund, weshalb nach der Verklinkerung oftmals vier bis sechs Wochen nicht mehr am Haus gearbeitet wird, weil die Lieferzeit der Fenster recht lange dauert.  Und die Innenarbeiten beginnen erst dann, sobald der Rohbau „zu“ ist (Dachplane, Fenster und Türen müssen also vorhabenden sein) – zu oft wurde bereits Diebstahl betrieben...

Freitag, 15.10.2010
Heute waren wir auf einem Richtfest von zukünftigen Nachbarn, die wir aber schon vor dem Baubeginn kennengelernt haben - wie es der Zufall so will, hatten wir mit den beiden gemeinsam einen Geburtsvorbereitungskurs besucht. ;-)
Ihr Baubeginn erfolgte zwei Wochen vor unserem (ohne Keller). Theoretisch braucht es ja dann bei uns jetzt auch nicht mehr so lange, bis wir unser Richtfest feiern und einen Nagel in den Dachstuhl schlagen werden. Bei unseren handwerklichen Fähigkeiten hoffen wir mal, dass nicht gleich der Dachstuhl zusammenbricht. ;-D

Donnerstag, 14.10.2010
Heute waren wir beim Architekten, um den Lageplan für die Garage zu unterzeichnen. Anschließend haben wir den Plan direkt beim zuständigen Bauamt vorbeigebracht. Hören wir innerhalb der nächsten vier Wochen nichts vom Amt, können wir davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist und nichts beanstandet wird. Einen schriftlichen Bescheid muss man bezahlen und benötigt man nur, wenn man zum Beispiel öffentliche Gelder für das Darlehen beantragt hat. In solch einem Fall wäre dann die Vorlage der genehmigten „Freistellung“ erforderlich.

Sehr interessant war beim Architekten auch, dass wir nun wissen, warum die Höheneinzeichnung der Garage für das Bauamt so wichtig ist: Das gesamte Baugelände ist ja nicht eben, einige Grundstücke liegen höher oder niedriger als andere. Es muss jetzt darauf geachtet werden, dass ein gewisses Gefälle eingehalten wird, um eine Entwässerung zur Straße zu gewährleisten – das Wasser also nicht in einer Kuhle zusammenläuft. Ein Gefälle von zwei Prozent für die Garageneinfahrt reicht schon aus, um eine Entwässerung zur Straße zu erreichen.

Mittwoch, 13.10.2010
Die Decke vom Keller zum Erdgeschoss ist heute gegossen worden. Lediglich das Loch für die zukünftige Kellertreppe ist noch frei. Nun ist also der „Grundstein“ für die nächste Etage, dem Erdgeschoss, gelegt. Wieder einmal haben wir leider nicht zusehen können, wie so etwas funktioniert. Wir wissen aber, dass eine dünne „Filigrandecke“ mit einem Drahtgerüst gelegt wird, in die dann der Beton gegossen wird. Anschließend wird alles glatt gezogen und muss trocknen. In der nächsten Woche kommen wahrscheinlich die Steine für die Wände ab Erdgeschoss aufwärts.

Gleichzeitig mit der Kellerdecke wurden heute auch die Lichtschächte angebracht. Die Holzlatten in den blanken „Kellerfensterlöchern“ gibt es jetzt nicht mehr.

Freitag, 08.10.2010
Seit heute sind die inneren Kellerwände hochgezogen, das heißt jeder einzelne Raum ist jetzt sichtbar beziehungsweise von Innenwänden getrennt. Jetzt fehlt nur noch die Decke zum Erdgeschoss, die wahrscheinlich in der nächsten Woche gegossen werden wird. Die Innenwände bestehen aus Kalksandsteinen. Die meisten von diesen Steinen haben ein Maß von 62,50 Zentimeter mal 1,00 Meter. Bei so einem Maß geht das „Mauern“ recht schnell von statten.

Unseren Namen haben wir auch schon an den Steinen gefunden. ;-) Verewigt für immer, wenn auch nur unter dem Putz – nicht schlecht. ;-)

Dienstag, 05.10.2010
Der Kellerbau schreitet voran. Die Außenisolierung ist befestigt worden und auch die erste Steinreihe für die Innenwände wurde gelegt. Man kann jetzt schon ganz genau sehen, wie die Räume geschnitten wurden.

Des Weiteren hatten wir auch einen Termin beim Architekten, um uns die Pläne für die Garage zeichnen zu lassen (inklusive der Höhen etc.). Die Stadt benötigt diese Unterlagen, damit wir einen Freistellungsantrag einreichen können. Eine Baugenehmigung ist in unserem Neubaugebiet nicht notwendig, da reicht die kleine Variante: die sogenannte „Freistellung“. Für die Fundamente erhalten wir in den nächsten Tagen ein Angebot, damit auch damit schon begonnen werden kann, bevor die äußeren Seiten des Kellers wieder mit Erde zugeschüttet werden.

Wir hätten nicht gedacht, dass man an so viele Dinge denken muss für eine Garage…

Samstag, 02.10.2010
Heute fand ein Nachbarschaftsfest in den Loe-Auen statt. Zwei Bewohner der Siedlung nahmen die Organisation eines solchen Festes in die Hand, damit sich alle Nachbarn (auch die zukünftigen) kennenlernen können. Das ist eine wirklich gute Idee, denn die Siedlung ist in den letzten eineinhalb Jahren stetig gewachsen. So hat jetzt jeder die Gelegenheit seine Nachbarn etwas näher kennenzulernen. Es ist einfach schöner, wenn man einen Namen zum Gesicht kennt und weiß, in welcher Ecke der Siedlung jemand wohnt. Mit Bratwurst und Bier wurde es dann auch schön gemütlich, eine Tombola gab es sogar auch. Unsere neuen Nachbarn sind total nett! Da werden wir uns sehr wohl fühlen...

Freitag, 01.10.2010
Seit heute stehen die Kellerwände auf der Bodenplatte, die erste Etage ist somit schon fast fertig. ;-) Jetzt waren wir zwei Tage nicht im Baugebiet, und auf einmal steht schon fast der ganze Keller. Die Lichtschächte sind noch mit Holzsparren ausgelegt und als nächstes wird dann die Kellerisolierung befestigt.

Stellen Sie Ihre Fragen an die Tollkühns oder diskutieren Sie einfach mit der jungen Familie über den Bau. Einfach bei vestimmo.de registrieren und ab in den Chat...


Mittwoch, 29.09.2010
Heute haben wir unsere Fliesen ausgesucht beziehungsweise haben uns angesehen, was die Partnerfirma des Bauträgers so anbietet. Es war wieder eine große Informationsflut, aber wir sind ein ganzes Stück weitergekommen. Den Grad zwischen modernen, aber dennoch zeitlosen Fliesen zu finden, ist gar nicht so einfach. Man möchte sich nicht bereits in ein paar Jahren satt gesehen haben, sich aber natürlich auch nicht in extreme Kosten stürzen. Nach unserem Geschmack ist es uns gelungen, was Passendes zu finden, das einerseits unser Budget nicht großartig sprengt und uns andererseits auch noch richtig gut gefällt. …und seien wir mal ehrlich: Im Keller müssen mit Sicherheit nicht die teuersten Fliesen liegen. So langsam nimmt unser Haus auch innen richtig Gestalt an, zumindest in unseren Köpfen.

Der Fliesenverkäufer gab uns den Tipp, die günstigeren Kellerfliesen erst kurz vor dem Verlegen zu kaufen, da man dann die passenden Ausverkäufe oder Restposten erhaschen kann, ohne ein Zwischenlager besorgen zu müssen. Außerdem haben wir gelernt, Fliesen nur mit Wasser und etwas Essig zu wischen – das wäre besser als jedes Fliesenmittel. Wir probieren es aus, wenn sie denn dann irgendwann liegen… ;-)

Freitag, 24.09.2010
In der nächsten Woche werden an unserem Haus die Wände für den Keller gebaut. Das haben wir heute von Herrn Neumann erfahren. Mit etwas Glück auch sogar schon die Decke zum Erdgeschoss. Wir freuen uns, dass es weitergeht und wir dann schon wieder etwas mehr von unserem neuen zu Hause sehen können.

Was wir uns heute als dringend notiert haben: Die Fundamente für die Garage müssen noch gegossen werden, bevor die Außenseiten des Kellers wieder zugeschüttet werden. Dadurch, dass wir uns für einen Keller entschieden haben, müssen die Garagenfundamente bis zur Bodenplatte gegossen werden, damit die Garage später nicht absacken kann. Obwohl wir uns um die Organisation der Garage inklusive der dazugehörigen Behördenangelegenheiten selbst kümmern, sind wir froh, das Prozedere beim Bauträger abfragen zu können und uns dieser auch bei Fragen hilfreich zur Seite steht.

Mittwoch, 22.09.2010
Jetzt heißt es warten - die Bodenplatte trocknet. Der Bau muss vor dem harten Winter zu sein, damit die Innenarbeiten losgehen können. Falls also jemand gute Connections zum Wettergott hat…?! ;-) Aber bisher war es ja fast immer so, dass der Frost erst im neuen Jahr Einzug hielt und da wir voraussichtlich im November Richtfest haben werden, müsste es eigentlich passen. Wir hoffen sehr, dass das Wetter uns in die Karten spielt und alles so klappt, wie wir uns das vorstellen!

Dienstag, 21.09.2010
Heute kamen wir noch rechtzeitig genug, um den Betonmischer zu sehen. Der war gerade fertig mit dem Gießen der Bodenplatte. Leider kamen wir aber zu spät, um zu schauen, wie das genau funktionierte – das hätte uns doch ziemlich interessiert. Warum jetzt genau ein Eimer in der Bodenplatte steht, wollen wir mal Herrn Neumann fragen. Aber solange die Bodenplatte nicht IM Eimer ist, ist alles ok. ;-)

Die Bodenplatte ist ca. 9 mal 9 Meter groß, doch sie sieht ohne Wände und auf dem leeren Grundstück so klein aus. Wie einen das Auge doch täuschen kann!

Montag, 20.09.2010
Wahnsinn, wie schnell das geht. Innerhalb eines Tages waren schon dreiviertel des Kellers fertig ausgehoben. Wenn alles so schnell geht, ziehen wir schon nächsten Monat ein. ;-)

Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass in ein paar Monaten hier unser neues zu Hause stehen wird. Mit dem Kellerloch ist schon mal der Anfang gemacht – unsere Gäste können also bereits Platz nehmen, denn das Gästezimmer wird sich im Keller befinden.

Donnerstag, 16.09.2010
Heute ging’s los: Vormittags hat der Vermesser das Grundstück abgesteckt, auf dem unser „Nordhorn“ gebaut wird. So heißt das Musterhaus, das wir uns bei der Neumann Wohnbau GmbH, unserer Bauträgerfirma ausgesucht haben. Das Haus wird 121 Quadratmeter Wohnfläche plus Keller besitzen – viel Platz zum Leben. Nachmittags trafen wir uns mit der Firma Neumann und der Volksbank, die unseren Bau finanzieren, an unserem zukünftigen Haus, um erste Fotos für den Bericht in der Vestimmo schießen zu lassen, natürlich „stilecht“ mit Helm. ;-) Der erste Spatenstich wurde festgehalten und unsere Mira hat das Grundstück direkt zum Sandkasten umfunktioniert. Eine spannende Sache, ab nächste Woche ist dort wo wir standen nur noch ein riesengroßes Loch im Boden – unser Keller.

Es ist zwar kein „typischer Baubeginn“, dass unser Bauvorhaben nun in der Vestimmo erscheint und wir beim ersten Spatenstich fotografiert wurden, aber es ist für uns eine einzigartige Baudokumentation der besonderen Art.

Die Vorgeschichte zum Hausbau


Das sind die Tollkühns


Zurück
Bookmark:





Kontakt zur Redaktion

Anregungen? Probleme? Ideen? Der direkte Draht zur Redaktion: 02365 / 1071426