Vor fünf Jahren standen alle Zeichen auf Zinswende. Damals waren die Zinsen auf Baudarlehen von einst 12 Prozent auf weit unter fünf Prozent gefallen. Viele Bauherren setzten auf eine Zinsfestschreibung, um sich die scheinbar günstigen Kredite langfristig zu sichern. Doch ihre Erwartungen wurden in der Folge enttäuscht. Die Zinsen sanken weiter.
Und wieder ein Tiefstand
[caption id="attachment_1260" align="alignleft" width="87" caption="Markus Frings"]

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Derzeit liegen sie wieder auf einem Tief. Aktueller Stand: circa 4,1 Prozent. „Günstiger kann man eigentlich an ein Darlehen nicht kommen“, sagt Frings. Der Gedanke liegt daher nahe, sich die niedrigen Zinsen auf lange Sicht zu sichern. „Prinzipiell können Banken die Zinsen auf bis zu 30 Jahre festschreiben oder sogar für die komplette Laufzeit.“ Eine längere Zinslaufzeit lassen sich Banken aber mit Konditionsaufschlägen vergüten. Das Risiko für den Bauherrn besteht außerdem darin, dass die Zinsen weiter sinken können und er dann auf den höheren Zinsen fest sitzt.
10 Jahre Zinslaufzeit üblich
Üblich sind daher Festschreibungen bis zu 10 Jahre. Der Bauherr bleibt dadurch flexibel. „Alleine ein paar Zehntel Prozentpunkte höhere Zinsen können über Jahre einen enormen Mehraufwand bedeuten“, sagt Frings. Für einen derzeit abgeschlossenen Finanzierungsplan schlägt der Immobilien-Experte daher vor, nach zehn Jahren mit einem Zins von sieben Prozent zu planen. So seien böse Überraschungen ausgeschlossen. „Das Zinsänderungsrisiko gibt es immer.“ Eine Vorsorge durch ein Bausparkonto kann dabei höhere Bankzinsen abfedern.