
Igel suchen in der kalten Jahreszeit nach einem Unterschlupf. Laub- und Reisighaufen, aber auch eine extra aus Steinen gebaute «Igelburg» in einer ruhigen Gartenecke bieten den Tieren in der Zeit des Winterschlafs ein sicheres Zuhause. Eine Bauanleitung dazu gibt es im Internet unter
www.lbv.de/igel .
Kleine Igel sollte man jetzt mit speziellem Igelfutter versorgen, teilte der LBV in Hilpoltstein mit. Wichtig dabei: Entgegen der landläufigen Meinung vertragen Igel keine Milch, sondern bekommen davon Durchfall. Erhalten sie hingegen fettarmes und ungewürztes frisches Hackfleisch, vermischt mit speziellem Igeltrockenfutter oder Garnelenschrot, erreichen sie noch bis zum Wintereinbruch eine ausreichend dicke Speckschicht. Auf keinen Fall sollte man nicht-artgerechtes Futter wie Speisereste oder Katzennahrung verfüttern, warnt der LBV.
Damit Igel zudem genügend natürliche Nahrung wie Käfer, Regenwürmer, Schnecken oder Spinnen finden, seien verwilderte Ecken im Garten wichtig. In Laub- und Reisighaufen können sich die Igel zudem einen Bau zum Überwintern suchen. Dorthin ziehen sich die Tiere aber erst dann zurück, wenn die Bodentemperatur langfristig auf den Gefrierpunkt sinkt. Erst zu dieser Zeit sollten noch herumirrende Igel, die einen kranken oder untergewichtigen Eindruck machen, aufgenommen werden. Da diese Tiere in der Regel innere Parasiten haben, sollte man sie dann zu einem Tierarzt, einem Tierheim oder einer Igelstation bringen.