Die deutschen Küstenregionen sind bei Ferienhausinteressierten laut einer Umfrage von BWH Immobilien besonders beliebt. 73,2 Prozent der Umfrageteilnehmer bevorzugen die innerdeutschen Ziele Ostsee, Nordsee und die Bodensee-Region. In der Auslands-Rangliste liegen Spanien und Frankreich als Traumziele weit vorne. Aber auch der Alpenraum und der amerikanische Bundesstaat Florida stehen hoch in der Gunst der Interessenten.
In Deutschland selbst sind der Bayerische Wald, das Erzgebirge, Harz, Sauerland, Schwarzwald oder die Rhön beliebt. Kein Wunder, sind diese Regionen doch auch aus dem Kreis Recklinghausen in wenigen Autostunden erreichbar. Nicht wenige Bewohner aus dem Vest nennen deshalb ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung ihr Eigen.
Damit sich die Ferienimmobilie auch finanziell lohnt
Damit der Zweitwohnsitz aber nicht zum Finanzgrab wird, gilt es, einige Punkte zu beachten, wie Ulrich Waldner, Vertriebsleiter bei der BHW Immobilien GmbH in Recklinghausen, sagt.
- Eine Hausverwaltung vor Ort sei sehr wichtig, so der Immobilienexperte. Wenn man die Immobilie vermieten wolle, sei sie unabkömmlich – wenn beispielsweise Schäden schnell beseitigt werden müssen und man aus der Ferne keinen Zugriff habe. Außerdem sei eine Verwaltung bei gewerblich genutzten Objekten ohnehin unumgänglich.
- Kaufwillige Interessenten sollten sich unbedingt die Immobilie vor Ort anschauen und nicht nur Bildern und sonstigen Angaben über die Immobilie aus der Ferne vertrauen. „Man weiß ja nie, ob man sich am Ende auch selbst als Käufer in dem Haus wohlfühlt“, sagt Ulrich Waldner.

- Am Meer sei besonders die Lage zum Wasser wichtig. Ohnehin muss das Umfeld einer Ferienimmobilie immer Bezug zu den Interessen möglicher Mieter haben. An der Küste will man ins Meer und möglichst kurze Wege beziehungsweise einen schönen Blick auf den Wellengang. In den Alpen will man eher wandern und nicht die weitesten Wege zu den Aufstiegen haben. Das merkt Ulrich Waldner gerade selbst bei der Vermarktung einer Immobilie auf Rügen (siehe Rückseite). So würde stets nach der Lage am Meer gefragt. Das hat allerdings seinen Preis: Sogenannte Top-Lagen in erster Reihe zum Meer schlagen sich nämlich in höheren Quadratmeterpreisen nieder.
- Will man seine Immobilie aber ganzjährig sicher an den Mieter bringen und so sein Einkommen mit dem Haus sichern, ist die Lage besonders in der Nebensaison von großem Interesse. „In der Hauptsaison ist es kein Problem, seine Immobilie zu vermieten“, sagt Ulrich Waldner, „in der Nebensaison sieht das aber ganz anders aus.“ Bei sinkender Nachfrage steige das Angebot an freien Immobilien. „Weil natürlich alle in die vorderen Reihen wollen, haben dann die hinteren Reihen das Nachsehen.“
- Vor allem für regenreiche Tage an der Küste sind heute Pauschalangebote sinnvoll, um Familien zusätzlich für die eigene Immobilie zu ködern. Beispielsweise seien Gutscheine für das örtliche Schwimmbad möglich. „Oft reicht aber auch schon, dass es eine schöne Stadt oder einen besonderen Ort in der Umgebung gibt, die man besichtigen kann.
- Dass die Lage aber nur für Ferienhausbesitzer, die die Immobilie gewerblich nutzen wollen, relevant ist, ist eine Fehleinschätzung. Auch für Immobilienbesitzer, die das Haus ausschließlich zur Eigennutzung kaufen und nicht weitervermieten, spielt die Lage eine Rolle – nämlich in dem Fall, wenn man das Haus irgendwann doch wieder verkaufen will. „Die Lage hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf den Wiederverkaufswert“, so Waldner.