
Viele Freiberufler und Selbstständige haben es schwerer als Angestellte, eine Bank zu finden, die die Immobilienfinanzierung für sie übernimmt. Die Maßstäbe zur Darlehensbewilligung werden viel höher angesetzt, weil der Verwaltungsaufwand größer ist: Selbstständige müssen ihre gesamten Bilanzen vorlegen - der Gehaltszettel reicht nicht aus.
„Weil insgesamt mehr Verwaltungsaufwand notwendig ist, wird Selbstständigen meist empfohlen, sich an ihre Hausbank zu wenden", erklärt Stephan Scharfenorth vom Baufinanzierungsportal Baufi24. „Dort erhalten sie jedoch nicht die günstigsten Angebote." Daher ist ein unabhängiger Baugeldvermittler oft doch die bessere Alternative.
Grundvoraussetzungen für den Erhalt eines Darlehens: Die Selbstständigkeit muss seit mindestens drei Kalenderjahren bestehen. Für diesen Zeitraum muss der Antragsteller die Bilanzen lückenlos vorlegen. Daraus wird ein Durchschnittswert ermittelt, der für die Höhe des Kredits ausschlaggebend ist: Der Gewinn vor Steuern ist entscheidend. Ein zusätzlicher Sicherheitsabschlag wird in der Regel fällig, wenn die Einkünfte großen Schwankungen unterliegen oder rückläufig sind. Denn Kreditinstitute möchten natürlich sichergehen, dass der Kreditantragsteller in der Lage ist, das gewünschte Objekt auf absehbare Zeit zu finanzieren.
„Übrigens können Selbstständige bei der Baufinanzierung die gleichen staatlichen Förderprogramme in Anspruch nehmen wie Angestellte oder Beamte", weiß Scharfenorth. „So ist der Wunsch vom Traumhaus auch für Freiberufler erfüllbar."