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Die Katze als neuer Mitbewohner. Das ist zu beachten


Die Katze ist das beliebteste Haustier der Deutschen: Über acht Millionen Stubentiger leben in unseren Haushalten und haben damit das rosa Näschen deutlich vorn. Wer mit dem Gedanken an einen schnurrenden Mitbewohner spielt, sollte sich allerdings im Vorfeld informieren, was zur Grundausstattung dazugehört - und am besten alles gleich entsprechend einrichten.

von dpa am 04.08.2011

Neben einem Fressnapf und der Katzentoilette gehören Kratzbaum, Transportbox und Spielzeug zum Basis-Equipment. 
Dabei reicht es nicht, die Utensilien vor dem Einzug der Katze nur zu kaufen. Alles sollte schon fertig aufgebaut sein, damit sich die kleine Katze nach dem Einzug erstmal in Ruhe umsehen und einleben kann.
„Viele Halter bedenken vorher leider nicht, was da an Kosten so auf sie zukommt“, hat Julia Stüeken, Sprecherin einer Tierfachmarktkette in Krefeld, beobachtet.

So sollte schon für kleine Katzen ein Kratzbaum aufgestellt werden, an dem sie das Klettern üben und ihre Krallen schärfen können. „Ideal wäre, wenn der Kratzbaum über mindestens eine Aussichtsplattform verfügt“, so Stüeken. Der Handel bietet verschiedene Modelle an: kompakt als Deckenspanner oder aufwendiger und mit plüschigen Kuschelhöhlen und Katzenbett als Abenteuerspielplatz.

Das Katzenklo - ein "sensibles" Thema

Genauso wichtig wie der Kratzbaum ist die Katzentoilette. Auch hier gibt es verschiedene Modelle: Haus oder offen, klein oder groß. „Draußen verrichten Katzen ihr Geschäft gern dort, wo sie einen guten Überblick haben. Daher mögen sie ein Klo ohne Deckel sicher lieber“, sagt Stüeken. Toilettenhäuser verhindern allerdings, dass sich unliebsame Gerüche in der Wohnung verbreiten und beim Scharren Streu herausfliegt. Hier kann zwar der Halter entscheiden, sollte aber die Vorlieben seines Tieres nicht ganz außer Acht lassen - denn das könnte sonst unangenehme Folgen haben.
„Wenn Katzen ihre Toilette nicht mögen, halten sie damit in der Regel nicht lange hinterm Berg“, sagt Elke Deininger von der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München. Im Gegenteil: „Ihren Unmut zeigen die Tiere dann sehr deutlich. Sie machen in die Ecken oder auf die Couch.“ Dann gelte es, zu reagieren, notfalls mit dem Kauf eines neuen Katzenklos. Wer zwei oder mehrere Katzen zu Hause hat, sollte genauso viele Katzentoiletten aufstellen.
Auch beim Streu ist die Auswahl groß. Der Handel bietet zwei Kategorien an: nicht-klumpendes Hygiene-Streu und klumpendes Streu. Ersteres wird am besten im Wochenrhythmus ausgewechselt. Verzichten sollten Halter auf parfümiertes Streu. „Das mögen die Tiere gar nicht“, sagt Deininger. Allgemein gilt: Streu sollte nicht an den Pfoten hängenbleiben und frei von Staub und Chemie sein.

Weil auch schon junge Tiere viel Wert auf Hygiene legen, will jede Katze ihren eigenen Fress- und Wassernapf haben, der nach jeder Mahlzeit ordentlich gesäubert werden sollte. Julia Stüeken rät Haltern mit mehreren Tieren, die Näpfe nicht zu dicht nebeneinander zu stellen.

Katzen sind Spielkinder

Damit es dem kleinen Stubentiger nicht langweilig wird, braucht er abwechslungsreiches Spielzeug. Die Expertin mahnt aber zur Vorsicht: „Ein Wollknäuel ist eher ungeeignet, weil sich das Tier darin verfangen kann und verschluckte Fäden sogar zu Darmauffädelungen führen können.“ Ideal sei Spielzeug, dass den Jagdtrieb anspricht, aber auch Intelligenz und Koordination herausfordert - zum Beispiel Bällchen, in denen ein Leckerli versteckt ist.

Zur Grundausstattung für ein Katzenbaby gehört außerdem eine Transportbox, sagt Nadja Kutscher, die für die Tierrechtsorganisation PETA im baden-württembergischen Gerlingen arbeitet. „Gerade kleine Katzen müssen oft zum Tierarzt - um notwendige Impfungen zu bekommen oder entwurmt zu werden. Eine stabile Transportbox sollte dafür immer bereitstehen.“

Die Wohnung katzensicher machen

Wenn kleine Katzen im Haushalt leben, sollten Halter einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, rät Nadja Kutscher von der Tierrechtsorganisation PETA. „Steckdosen müssen gesichert werden. Im Bad sollten Toilettendeckel, Waschmaschine und Trockner immer geschlossen sein, damit das Tier beim Rumklettern nicht hineinfallen kann.„ Genauso wie Kleinkinder dürfen Katzenbabys nicht mit Reinigungsmitteln in Berühren kommen. Auch einige Pflanzenarten können für Katzen giftig sein - zum Beispiel Efeu, Gummibäume und Alpenveilchen.

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