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Mit diesen Heiztipps sparen Sie Energie und Geld


Die Temperaturen sinken, doch die Energiekosten tun genau das Gegenteil. Wer sparen will, sollte mit Bedacht heizen. Mit diesen Tipps wird die nächste Nebenkostenabrechnung vielleicht zu einer positiven Überraschung...

von Björn Goldmann am 03.10.2011

1. Bewusste Wahl der Temperatur
Die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich liegt bei 20 Grad. Doch was ist mit den anderen Zimmern? Da kann die Heizung ruhig ein wenig kleiner gestellt werden. In der Küche heizen Herd und Kühlschrank mit,im Schlafzimmer reichen 17 Grad eigentlich vollkommen aus. Reguliert wird die Temperatur an den Thermostatventilen. Die mittlere Stufe entspricht dabei meist 20 Grad. Bei einer fünfstufigen Skala liegen zwischen jeder Stufe etwa vier Grad. Wer lieber etwas Geld sparen möchte und genügend Pullover im Schrank liegen hat, der kann generell weniger heizen. Jedes Grad weniger im raum spart bei diesem etwa sechs Prozent an Heizenergie ein.

2. Regelmäßiges Entlüften
Wenn die Heizung gluckert oder einige Stellen nicht warm werden, könnte sich Luft darin gesammelt haben. Das Warmwasser zirkuliert nicht und es bleibt kalt, obwohl die Heizung schuftet.
Die Luft muss also raus, um eine optimale Wärmeeffizienz zu garantieren. Zum Entlüften wird das Ventil mit einem Schraubendreher oder einem speziellen Heizungschlüssel geöffnet. Sobald Wasser austritt, sofort wieder schließen. Wer seinen Entlüftungsschüssel nicht mehr findet, der kann einen neuen im Baumarkt kaufen. Kostenpunkt: ein paar Cents.

3. Freiheit für die Heizung
Der Heizkörper mag sich als praktische Ablagefläche anbieten - gut ist das jedoch nicht. Heizkörper müssen die Wärme rei an den Raum abgeben können und sollten deshalb nicht mit Dekogegenständen, Möbeln oder Vorhängen blockert werden. Auch das Trocknen nasser Wäsche frisst nur Energie. Das Thermostat signalisiert der Anlage dadurch nur: Mehr heizen.

4. Eine zusätzliche Dämmung
Die Wand hinter dem Heizkörper sollte mit einer Extra-Dämmung versehen werden, damit ein Großteil der Wärme nicht nach hinten entweicht. Eine Isolationsschicht direkt hinter dem Heizkörper senkt den direkten Wärmeverlust über die Außenwand. Sinnvoll ist Styropor, das mit einer Schicht aus Aluminium bedeckt ist. Der Vorteil: Aluminium reflektiert die Wärmestrahlung.

5. Dicht statt luftig
Durch undichte Türen und Fenster gelangt immer wieder kühle Luft und Feuchtigkeit in den Raum. Die Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Lauf der Zeit porös und undicht. Was tun? Selbstklebende Dichtungen aus dem Fachhandel können dies minimieren. Die Spalten erden einfach mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen gefüllt. Minimale Ausgaben wenn man bedenkt, wie viel Geld man dadurch sparen kann.  An windigen Tagen zeigt die Flamme einer Kerze den Weg zu Undichtigkeiten.

6. Schotten dicht
Nachts sollten die Rollos und Vorhänge geschlossen werden. Denn über die Fensterflächn entweicht viel Wärme. Fenster wirken weitaus weniger isolierend als eine Wand. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sollten zudem geschlossen bleiben. Denn durch die Temperaturunterschiede kann die warme Luft aus anderen Räumen dort kondensieren. Die Folge: Schimmelpilze.

7. Mit Bedacht lüften
Die Kippfunktion des Fensters sollte im Winter NICHT benutzt werden. Die Außenwände kühlen dadurch nur aus und bieten Schimmelpilzen einen idealen Nährboden. Besser ist das Stoßlüften. Heizung aus, Fenster voll öffnen und nach zehn Minuten wieder schließen. So wird die Luft im Raum komplett ausgetauscht.

8. Temperatur nachts senken
Nachts kann die Heizung ruhig heruntergedreht werden. Das Gleiche gilt auch am Tage, wenn eh niemand zu Hause ist. Damit können Sie besonders in Gebäuden mit hohem Verbrauch bis zu 15 Prozent an Heizenergie gespart werden. Die Zimmertemperaturen sollten allerdings nicht unter 15 Grad gesenkt oder komplett ausgeschaltet werden.Das Wiederaufheizen kostet nämlich mehr Energie, als die Heizung auf niedrigem Niveau weiterlaufen zu lassen.

9. Sonderfall Badezimmer
Wer sein Badezimmer nur kurz heizt, erwärmt zwar die Raumluft schnell, doch die Wände bleiben kühl. Nach dem Ausschalten der Heizung sinkt die Raumtemperatur wieder und als unangenehme Folge winken verflüssigter wasserdampf an den Wänden und somit Schimmelpilzgefahr.  Deshalb lieber das Bad länger und gleichmäßig heizen.

10. Automatische Temperaturrregelung
Um nicht zu vergessn, die Temperatur zu festen Zeiten zu senken, sind gut steuerbare Heizungsreglersysteme sehr hilfreich. Längst gibt es programmierbare Thermostatköpfe, mit denen man den Heizzyklus in jedem Raum optimal einstellen kann. Komfortabel geht es auch per Funk von einem Raumregler gesteuert. So werden die Räume nur zu den Zeiten beheizt, zu denen sie genutzt werden. Der Einbau ist einfach: Lediglich der Thermostatkopf wird ausgetauscht.

11. Weg mit dem Stromfresser
Das Heizen mit Strom ist ineffektiv und teuer. Heizlüfter sollten daher äußerst sparsam verwendet werden. Auch die verschwenderische Nachtstromspeicherheizungen gehört ins Museum. Falls die Möglichkeit besteht: austauschen!

12. Modern statt alt
Nicht nur Nachtstromspeicherheizungen sind energiefresser. Auch andere alte Heizungssysteme verbrauchen 30 bis 40 Prozent mehr Energie als eine neue Anlage.

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