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Kindersicherheit in der Küche


Die Küche kann ein gefährlicher Ort sein, nicht nur für Erwachsene. Gerade Kindern bietet sie mit all ihren elektrischen Geräten und Schränken zahlreiche Möglichkeiten, um sich die ein oder andere Blessur zuzuziehen. Stürze, Klemmungen, Verbrennungen – so minimieren Sie die Gefahren.

von Björn Goldmann am 20.05.2011

VERBRENNUNGEN
Elektrische Geräte wie Wasserkocher, Waffeleisen und Kaffeemaschine sollten für Kinder unerreichbar sein – einschließlich der Kabel. Schnell ist der Wasserkocher mit dem heißen Inhalt umgekippt, schnell hat sich ein Kind am heißen Waffeleisen die Finger verbrannt. Gleiches gilt für die Kochplatte und den Backofen. Vor allem ältere Backöfen brauchen einen Fensterschutz, da sie schnell sehr heiß werden. Das Kind soll so erst gar nicht in der Lage sein, die heiße Scheibe zu berühren.
Auch die Stiele einer brutzelnden Pfanne sollten Kinder nicht zu fassen bekommen. Am besten dreht man sie immer nach hinten und sichert den ganzen Herd mit einem Gitter. Generell gilt: Töpfe und Pfannen möglichst weit hinten auf den Herd stellen. Nicht selten sind dieser und der Ofen auch Ursache für einen Brand, wenn Kinder die Geräte anstellen. Moderne Varianten sind deshalb häufig mit Kindersicherungen ausgestattet.

STÜRZE
Die häufigsten Unfallursachen im Haushalt sind Stürze. Und gerade in der Küche gibt es einige Möbel, die zum Klettern reizen. Die Herd- und  Arbeitsplatte werden gerne als „Stufen“ genutzt, um an die darüber liegenden Schränke zu gelangen. Auch Regale sind einladend. Sind sie nicht festgedübelt, kann es zu schlimmen Unfällen kommen. Viele Köche haben zudem einen kleinen Hocker in der Küche stehen, um an Hängeschränke zu kommen – auf jeden Fall wegräumen. Auch zum Rennen und Toben ist die Küche der falsche Ort. Spritzendes Fett oder Wasser können den Boden sehr glatt werden lassen: Ausrutschgefahr!

VERGIFTUNGEN
Reinigungs- und Putzmittel gehören in einen abschließbaren Schrank, sie können zu Vergiftungen und Verätzungen führen. Gleiches gilt für alkoholische Getränke. Auch Medikamente und verschluckbare Kleinteile müssen unerreichbar sein.

WEITERE GEFAHREN
Scharfe Gegenstände wie Messer sollte man vor Kindern natürlich besonders gut verstecken. Selbst der Glastisch kann eine echte Gefahr darstellen, wenn ein Kind darauf fällt und sich an scharfen Splittern verletzt. Auf Tischtücher verzichtet man am besten ganz: Sie können leicht mit allem, was auf dem Tisch steht, heruntergezogen werden. Kanten an Schränken und Tischen sollte man entschärfen, Backofen und Spülmaschine stets wieder schließen. Generell gilt: Kinder unter drei Jahren sollten nie ohne Aufsicht sein. Trotzdem kann man ihnen in der Küche einen festen Platz zum Spielen einrichten, abgegrenzt durch ein Laufgitter oder optisch durch eine Unterlage. So haben Kinder auch in der Küche ein eigenes Reich.

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