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Die 13 besten Tipps fürs richtige Heizen


Die Temperaturen bewegen sich nach unten, die Energiekosten nach oben. Was tun? Sparen durch Frieren? Nein, es geht auch einfacher. Wer mit Bedacht heizt, spart automatisch Energie. Mit diesen Tipps wird die nächste Heizkostenabrechnung hoffentlich zu einer positiven Überraschung...

von Björn Goldmann am 21.11.2011

1. BEWUSSTE WAHL DER TEMPERATURDie optimale Raumtemperatur im Wohnbereich liegt bei 20 Grad. Doch was ist mit den anderen Zimmern? Da kann die Heizung ruhig ein wenig niedriger eingestellt werden. In der Küche heizen Herd und Kühlschrank mit, im Schlafzimmer reichen 17 Grad eigentlich vollkommen aus. Reguliert wird die Temperatur an den Thermostatventilen. Die mittlere Stufe entspricht dabei meist 20 Grad. Bei einer fünfstufigen Skala liegen zwischen jeder Stufe etwa vier Grad. Jedes Grad weniger im Raum spart bei diesem etwa sechs Prozent an Heizenergie ein.

 2. REGELMÄSSIGES ENTLÜFTEN

Wenn die Heizung gluckert oder einige Stellen nicht warm werden, könnte sich Luft im Heizkörper gesammelt haben. Das Warmwasser zirkuliert nicht und es bleibt kalt, obwohl die Heizung schuftet.
Die Luft muss aber raus, um eine optimale Wärmeeffizienz zu garantieren. Zum Entlüften wird das Ventil mit einem Schraubendreher oder einem speziellen Heizungschlüssel geöffnet. Das Ventil wieder schließen, sobald ein konstanter Wasserstrahl austritt. Wer seinen Entlüftungsschüssel nicht mehr findet, der kann einen neuen im Baumarkt kaufen. Kostenpunkt: wenige Cents.

3. FREIHEIT FÜR DIE HEIZUNGEin Heizkörper mag sich als praktische Ablagefläche anbieten – gut ist das jedoch nicht. Heizkörper müssen die Wärme frei an den Raum abgeben können und sollten deshalb nicht mit Dekogegenständen, Möbeln oder Vorhängen blockiert werden. Auch das Trocknen nasser Wäsche frisst nur Energie. Das Thermostat signalisiert der Anlage dadurch nur: Mehr heizen!

4. ZUSÄTZLICHE DÄMMUNG

Die Wand hinter dem Heizkörper sollte mit einer Extra-Dämmung versehen werden, damit ein Großteil der Wärme nicht nach hinten entweicht. Eine Isolationsschicht direkt hinter dem Heizkörper senkt den direkten Wärmeverlust über die Außenwand. Sinnvoll ist Styropor, das mit einer Schicht aus Aluminium bedeckt ist. Der Vorteil: Aluminium reflektiert die Wärmestrahlung.

5. DICHTE FENSTER UND TÜREN

Durch undichte Türen und Fenster gelangen immer wieder kühle Luft und Feuchtigkeit in den Raum. Die Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Lauf der Zeit porös und undicht. Was tun? Selbstklebende Dichtungen aus dem Fachhandel können dies minimieren. Die Spalten werden einfach mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen gefüllt. Minimale Ausgaben wenn man bedenkt, wie viel Geld man dadurch sparen kann.  An windigen Tagen zeigt die Flamme einer Kerze den Weg zu Undichtigkeiten.

6. SCHOTTEN DICHT

Nachts sollten die Rollos und Vorhänge geschlossen werden. Denn über die Fensterflächen entweicht viel Wärme. Fenster wirken weitaus weniger isolierend als eine Wand. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sollten zudem geschlossen bleiben. Denn durch die Temperaturunterschiede kann die warme Luft aus anderen Räumen dort kondensieren. Die Folge: Schimmelpilze.

7. RICHTIG LÜFTENDie Kippfunktion des Fensters sollte im Winter NICHT benutzt werden. Die Außenwände kühlen dadurch nur aus und bieten Schimmelpilzen einen idealen Nährboden. Besser ist das Stoßlüften. Heizung aus, Fenster voll öffnen und nach zehn Minuten wieder schließen. So wird die Luft im Raum komplett ausgetauscht.

8. TEMPERATUR NACHTS SENKEN

Nachts kann die Heizung ruhig heruntergedreht werden. Das Gleiche gilt auch am Tage, wenn eh niemand zu Hause ist. Damit kann besonders in Gebäuden mit hohem Verbrauch bis zu 15 Prozent an Heizenergie gespart werden. Die Zimmertemperaturen sollten allerdings nicht unter 15 Grad gesenkt werden. Auch das vorübergehende Ausschalten der Heizung ist nicht ideal: Das Wiederaufheizen kostet nämlich mehr Energie, als die Heizung auf niedrigem Niveau weiterlaufen zu lassen.

9. SONDERFALL BADEZIMMER

Wer sein Badezimmer nur kurz heizt, erwärmt zwar die Raumluft schnell, doch die Wände bleiben kühl. Nach dem Ausschalten der Heizung sinkt die Raumtemperatur wieder, als unangenehme Folge winkt verflüssigter Wasserdampf an den Wänden und somit Schimmelpilzgefahr. Deshalb lieber das Bad länger und gleichmäßig heizen.

10. AUTOMATISCHE TEMPERATURREGELUNG

Um nicht zu vergessen, die Temperatur zu festen Zeiten zu senken, sind steuerbare Heizungsreglersysteme sehr hilfreich. Längst gibt es programmierbare Thermostatköpfe, mit denen man den Heizzyklus in jedem Raum optimal einstellen kann. Komfortabel geht es auch per Funk von einem Raumregler gesteuert. So werden die Räume nur zu den Zeiten beheizt, zu denen sie genutzt werden. Der Einbau ist einfach: Lediglich der Thermostatkopf wird ausgetauscht.

11. HYDRAULISCHER ABGLEICH

Großes Energieeinsparpotenzial schlummert in der Optimierung der Heizungsanlage. Allen voran im hydraulischen Abgleich. Dabei wird die Pumpenleistungen vom Fachmann angepasst und die alten Thermostatventile gegen voreinstellbare Ventile getauscht. Das Ergebnis: Die Heizkörper erhalten nur die Wassermenge, die notwendig ist, um die Wohnräume mit ausreichend Wärme zu versorgen. So trumpfen sämtliche Heizkörper mit dem gleichen Pumpendruck auf, die Energiekosten sinken durch den genau angepassten Wasserstrom. Und damit wird auch verhindert, dass der letzte Heizkörper im Haus das kälteste Wasser von allen erhält.

12. WEG MIT DEM STROMFRESSER

Das Heizen mit Strom ist ineffektiv und teuer. Heizlüfter sollten daher äußerst sparsam verwendet werden. Auch die verschwenderische Nachtstromspeicherheizungen gehört ins Museum. Falls die Möglichkeit besteht: austauschen!

13. MODERN STATT ALT

Nicht nur Nachtstromspeicherheizungen sind Energiefresser. Auch andere alte Heizungssysteme verbrauchen 30 bis 40 Prozent mehr Energie als eine neue Anlage. Das gilt sowohl für Öl- als auch für Gasanlagen.

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