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Wenn's passiert ist: Wie verhalte ich mich nach einem Einbruch?


Die Wohnung ist verwüstet, Wertsachen verschwunden, der Schock sitzt tief. Jetzt die Nerven zu bewahren ist nicht einfach – aber immens wichtig. Einbruchsopfer sollten jetzt folgendermaßen vorgehen:

von Stefanie Biber am 31.10.2011

- Sofort den Polizeinotruf 110 wählen. So können Fahndungsmaßnahmen schnellstmöglich eingeleitet werden. Das gleiche gilt natürlich auch bei verdächtigen Beobachtungen!

- Den Tatort bis zum Eintreffen der Polizei unberührt lassen. Auch durch das Wegräumen verstreuter Gegenstände oder das Schließen von Schubladen können wertvolle Spuren vernichtet werden.

- Scheck- oder Kreditkarten sind weg? Dann umgehend das Konto sperren lassen! Für EC- oder Maestro-Karten gilt die kostenlose Nummer 116 116.

- Sind Wohnungs-, Haustür-, Wertfach- oder Fahrzeugschlüssel entwendet worden, sollten die Schließzylinder schnellstmöglich ausgetauscht werden.

- Wenn möglich, eine detaillierte Schadensaufstellung anfertigen – optimalerweise mit Fotos. Diese Aufstellung ist auch für die Versicherung wichtig, die nun ebenfalls umgehend informiert werden sollte. Generell ist es sinnvoll, eine Wertsachenliste aufzustellen und an einem sicheren Ort aufzubewahren.

- Die Nachbarn fragen: Vielleicht hat jemand verdächtige Personen gesehen oder ungewöhnliche Geräusche gehört?

- Wenn wichtige Dokumente gestohlen wurden, ist es ratsam, ein paar Tage bis zur Neubeschaffung zu warten. Denn diese raubt viel Zeit – und häufig werden die Papiere vom Täter bereits kurze Zeit nach dem Einbruch weggeworfen und wieder aufgefunden.

- Wurden Türen und/oder Fenster beschädigt, sollte auch eine erste Notreparatur von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Der erste Schrecken verleitet häufig dazu, teure Sicherheitstechnik in Anspruch zu nehmen. Besser ist es, sich an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle zu wenden und sich die Kontaktdaten der dem Netzwerk zugehörigen Handwerker durchgeben zu lassen.

Hilfe bei psychischen Nachwirkungen

Wer Opfer eines Einbruchs wurde, muss einen massiven Eingriff in die Privatsphäre verarbeiten. Die Tatsache, dass sich fremde Menschen in den eigenen vier Wänden aufgehalten und sich Zugang zu sehr persönlichen Bereichen und Gegenständen verschafft haben, belastet manchen Betroffenen mehr als der Diebstahl selbst. Häufig bleibt noch lange nach der Tat ein Gefühl der Unsicherheit bestehen.  
Hilfe und Unterstützung erhalten die Opfer beim WEISSEN RING. Die Außenstelle für den Kreis Recklinghausen befindet sich in Dorsten, Tel.: 02369/20 75 540.

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